Urlaub mit Hund – perfekte Auszeit mit Deinem Vierbeiner

Ist der Urlaub auch für Dich das Highlight des Jahres? Wenn Du einen wuscheligen Vierbeiner hast, ist es bestimmt nicht immer einfach, Ferienpläne und Urlaub mit dem Hund unter einen Hut zu bekommen. Schließlich gibt es eine ganze Menge zu beachten: In welchen Reiseländern sind Hunde willkommen? Was gilt bei Einreise und Transport? Welche Hundebestimmungen greifen vor Ort? Wo kannst Du mit dem Vierbeiner günstig übernachten? Was muss auf jeden Fall mit ins Reisegepäck? Antworten auf diese Fragen gibt Dir dieser Ratgeber.

Einreisebestimmungen für Hunde in Europa

Entsprechend Bestimmungen der Europäischen Union benötigen Hunde bei der Einreise in ein anderes EU-Land einen Heimtierausweis, einen Chip und eine gültige Tollwutimpfung. Bezüglich ungeimpfter Welpen unter drei Monaten haben die einzelne EU-Staaten unterschiedliche Regelungen. Viele Länder verbieten die Einfuhr und Zucht von Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden. Welche dazu zählen, variiert in den einzelnen Staaten. Zusätzlich haben einige Länder weitere Vorgaben für Hundebesitzer. Irland schreibt etwa vor, dass bei Deinem Vierbeiner ein bis fünf Tage vor der Einreise eine Behandlung gegen Bandwürmer erfolgt sein muss. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Bestimmungen bieten die Webseiten der Außenministerien.

Möchtest Du mit Deinem Hund außerhalb der EU Urlaub machen, erkundigst Du Dich am besten vorab bei den jeweiligen Außenministerien oder dem deutschen Fremdenverkehrsamt, welches für die einzelnen Länder Informationen bereithält. Wichtig: Damit Dein Hund auf der wieder in die EU und BRD gelassen wird, braucht er einen Heimtierausweis, Chip und gültige Tollwutimpfung. Es gelten auch bei der Rückfahrt die individuellen Einreisbestimmungen der Länder.

Mit dem Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln reisen

Die Gesetze variieren je nach Ländern, Geschäftsinhabern der Transportunternehmen sowie der Größe und Rasse des Tiers.

  • Mit dem Hund im Flugzeug: Erkundige Dich direkt bei der Fluggesellschaft, ob sie Deinen Hund ins Zielreiseland transportiert. Manche nehmen nur einige Rassen unter bestimmten Bedingungen mit, andere haben genaue Regeln bezüglich geeigneter Transportboxen. Und natürlich musst Du abschätzen, wie Dein Liebling eine Reise im Flugzeug verkraftet.
  • Mit dem Hund auf dem Schiff: Auf kürzeren Strecken nehmen die meisten Linien Dein vierbeiniges Familienmitglied mit an Bord. Teilweise gibt es Vorgaben zu Maulkorb & Co. Frag also lieber vorher bei dem Fährbetrieb nach – insbesondere, wenn Du Deinen Hund mit auf längere, internationale Fahrt nehmen möchtest.
  • Mit den Hund in Bahn, S-Bahn, Bus & Co: Auch hier haben einzelne Länder unterschiedliche Regelungen. Im Vereinigten Königreich darf Dein Hund zum Beispiel nicht mit in Busse, in Portugal sind Hunde im Nahverkehr verboten, dürfen aber mit der Eisenbahn fahren.
Mit dem Hund im eigenen Kfz anreisen

Im eigenen Kfz anzureisen, ist für Dich und Deinen Hund möglicherweise die stressfreieste Variante: Dein Vierbeiner ist in einem vertrauten Umfeld und im Kofferraum ist genug Platz für das Gepäck aller Urlauber. Wichtig sind die Regeln im Reiseland: In Dänemark muss Dein Liebling beispielsweise mittels Gurten oder einer Transportbox gesichert werden.

Plane auf dem Weg in den Hundeurlaub regelmäßig Pausen ein. Ein bisschen Bewegung tut allen Fahrzeuginsassen gut und hält Euch bei Ferienlaune. Was spricht dagegen, ein in Autobahnnähe gelegenes Waldstück kurz zu erkunden, um dann mit neuer Energie die Fahrt fortzusetzen?

Regeln vor Ort – Leine, Maulkorb & Co.

Je nach Reiseland – oder sogar kommunenabhängig wie in Deutschland – sind Gesetze bezüglich Leinenpflicht und/oder Maulkorbpflicht unterschiedlich. Abhängig davon, wo Du mit Deinem Hund Urlaub machst, bestehen Vorgaben für bestimmte Rassen, für Tiere einer bestimmten Größe und/oder für Orte wie Parks, Strände, öffentliche Verkehrsmittel. Das gilt sowohl für EU-Länder, als auch für andere Staaten.

Überprüf, ob die Hundehaftpflichtversicherung im Reiseland gültig ist.

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist inzwischen in fast allen Bundesländern Deutschlands und/oder für viele Hunderassen Pflicht. Wichtig ist sie allemal. Ehe Du mit Deinem Vierbeiner auf Reisen gehst, erkundige Dich, inwiefern etwaige Schäden Deines wuscheligen Begleiters im Urlaubsland und der Ferienwohnung durch die Vertragsbestimmungen abgesichert sind und erweitere bei Bedarf den Tarif. Denk vor der Abreise auch daran, den Hundeversicherungsschein einzupacken.

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Das richtige Reisegepäck für Deinen Vierbeiner

Natürlich brauchen nicht nur Du, Deine Kinder und zweibeinigen Lieben die richtige Ausrüstung für die Ferien, auch für Deinen Hund packst Du besser eine Reisetasche. Neben ganz alltäglichen Dingen wie Leine, Fressnapf, Wassernapf, Futter, Körbchen, Kuscheldecke und Spielzeug gehören noch einige weitere Dinge auf die Packliste: der Impfpass sowie eine Hundeplakette mit Deiner Telefonnummer und der Adresse am Urlaubsort zum Beispiel.

Je nachdem, wo Du während des Hundeurlaubs unterkommt, ob im Ferienhaus, einer Ferienwohnung, im Hundehotel oder auf dem hundefreundlichen Campingplatz, freust Du Dich, wenn Du beispielsweise an Dosenöffner und genügend Handtücher gedacht hast. Auch eine Reiseapotheke kann sich für Hundeurlauber als sehr praktisch erweisen: Desinfektionsspray, Augentropfen, Schmerz- oder Durchfallmittel, Zeckenzange und Flohhalsband sind unter Umständen sehr nützlich. Vielleicht brauchst Du auch eine Pinzette, um einen eingetretenen Stachel aus einer Pfote zu ziehen.

Je nach Wärme sollte der Hund auch nicht im Auto bleiben, sondern bei Pausen immer mit draußen sein. In jedem Fall aber sollte der Wagen im Schatten stehen und die Scheiben etwas geöffnet sein, damit Luft reinkommt. Stressfreier sind Pausen auf Autohöfen, weil sie ein wenig weg von der Autobahn sind und meist auch Auslaufmöglichkeiten für den Hund bieten.

Ana Katharina Hesse von Kids & Dogs Schaumburg
Urlaub mit Hund für jeden Reisetypen – Ferienunterkunft und Freizeitgestaltung

Die Träume vom perfekten Urlaub sind individuell unterschiedlich: Camping, Hotel, Ferienwohnung oder Ferienhaus, Kultur- oder Aktivreisen, Strand- oder FKK-Urlaub, Romantik oder Zeit mit Freunden, Großfamilie und Kindern. Hinzu kommt die Herausforderung, Deine Vorstellungen vom günstigen Urlaub mit ein oder zwei Hunden vereinbaren lassen. Weiter unten in unserem Ratgeber findest Du deshalb Infos zu dem Pro und Contra von Hotel- versus Ferienhausurlaub mit Hund.

Urlaub mit Hund Ostsee – Freiheit und frische Brise

Was für einen Ostseeurlaub mit Hund spricht? Eine ganze Menge: Am Meer hat Dein Vierbeiner viel Platz, über den puderweißen Sand zu flitzen, Bälle zu fangen, Stöcke zu verbuddeln, sich im kühlen Wasser abzukühlen und so richtig auszutoben. Du und Deine menschlichen Lieben haben mit Sicherheit auch eine Menge Spaß: Beim Baden in der Ostsee im Sommer, beim Bernsteinsammeln im Herbst, romantischen Strandspaziergängen im Winter und den ersten Sonnenstrahlen auf dem Wasser im Frühling. Beim Surfen, Kiten, Paddeln, Picknicken oder Entspannen.

Ostseeurlaub mit Hund – unkompliziert mit dem eigenen Auto

Es gibt einen weiteren großen Vorteil von Ferien an der Ostsee: Hundeurlauber aus Deutschland können ihr Reiseziel oftmals bequem mit dem eigenen Auto erreichen. Die Anreise ist für Deinen Liebling – und wahrscheinlich auch für Dich, Deine Kinder und/oder Deine Freunde – deshalb besonders entspannt. Wohnst Du im Norden der Bundesrepublik, hast Du bestimmt schon den ein oder anderen Tagesausflug an die Küste gemacht und Dir an der Ostsee den frischen Wind um die Nase pusten lassen.

Die Reise ist selbst dann unkompliziert, wenn Du etwas weiter entfernt vom Strand lebst und einen Last Minute-Ostseeurlaub mit Hund buchst. Schließlich musst Du nicht extra in ein Flugzeug hüpfen, sondern kannst gemächlich mit dem Pkw anreisen, bekommst alles problemlos in den Kofferraum und kannst Dir auf der Fahrt die wechselnden Landschaften ansehen.

Bei der Auswahl der richtigen Reiseunterkunft sind den eigenen Vorlieben kaum Grenzen gesetzt, vorausgesetzt natürlich Hunde sind grundsätzlich erlaubt, besser noch willkommen. Ein eigener Garten zum Faulenzen in der Sonne ist natürlich der Hit für die meisten Hunde und oft besser geeignet als enge Stadtsituationen, ohne ausreichend Grün.

Annabell Richter von Stadtschnauzen
Hundestrände an der Ostsee in Deutschland

Damit Dein Vierbeiner an der Ostsee genauso viel Spaß hat wie Du, lohnt sich der Besuch eines Hundestrandes. Hier haben wir einige davon für Dich aufgelistet:

Hundestrände auf dem deutschen Festland an der Ostsee
  • Hundestrände an der Ostsee in Schleswig-Holstein gibt es unter anderem in: Blekendorf, Dahme, Eckernförde, Germersdorf, Lübeck, Kiel, Laboe, Scharbeutz, Schönberg und am Timmendorfer Strand.
  • Hundestrände an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern gibt es unter anderem in: Boltenhagen, Lubmin, Prerow, Rerik, Rostock, Stralsund und Zingst.
Hundestrände auf den deutschen Ostseeinseln
  • Fehmarn: gelegen im Süden der Insel.
  • Poel: gelegen im Norden der Insel.
  • Rügen: diverse Hundestrände, vorwiegend auf der Ostseite, etwa in Binz, Sellin oder Thiessow-West.
  • Hiddensee: Hundestrand Vitte.
  • Usedom: diverse, etwa in Peenemünde und Heringsdorf.
Mit dem Hund an der Ostsee in Dänemark – Vierbeiner sind an allen Stränden willkommen

Als Dänemark-Fans wollen wir Dir natürlich auch noch erzählen, dass Hunde im kleinen Königreich an allen Stränden der Ostsee willkommen sind. Im Winterhalbjahr von Oktober bis März darf Dein Vierbeiner sogar komplett ohne Leine am Strand spielen. Schließlich ist genug Platz für alle da. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die dann entsprechend beschildert sind. In Dänemark zahlst Du zudem keine Kurtaxe und kannst mit dem Auto oft direkt auf den Sand fahren. Einem sorglosen Tag am Meer steht also nichts mehr im Wege.

Urlaub mit Hund an der Nordsee

Warum Nordsee?

Die Nordseeküste ist ein vielseitiges und spannendes Urlaubsziel für Dich und Deinen Hund: Kilometerlange und (bei Ebbe) kilometerbreite Sandstrände, Wattenmeer, Dünenlandschaften, Marsch und schöne Inseln – die vielseitige Landschaft an der Nordseeküste lädt zum Erkunden und Verweilen ein. Es gibt Freizeitangebote soweit das Auge reicht. Du hast auch bei Ausflügen den Hund immer im Schlepptau? Wunderbar! Ausflugsziele und Erholungsmöglichkeiten für Dich und Deinen Vierbeiner findest Du an der Nordsee jeder Ecke, sodass einem unbeschwerten Aufenthalt am Urlaubsort nichts im Weg steht.

Hundestrände an der Nordsee in Deutschland

Hemmungslos im Schlick buddeln, mit anderen Vierbeinern um die Wette rennen und sich nach dem Sprung in die Fluten ordentlich schütteln: Am Nordseehundestrand kommt auch Dein Liebling in Urlaubsstimmung. Im Folgenden haben wir einige davon für Dich aufgelistet:

Hundestrände auf dem deutschen Festland an der Nordsee
  • Hundestrände an der Nordsee in Schleswig-Holstein gibt es unter anderem in: Büsum, Cuxhaven, Dagebüll, Norden, Wangerland.
Hundestrände auf den deutschen Nordseeinseln
  • Föhr: in Utersum und Niedlum.
  • Sylt: im Osten der Inseln.
  • Friesische Inseln: Auf Norderney gibt es eine Hundewiese in Strandnähe, auf Borkum, Helgoland, Spiekeroog und Wangerooge Hundestrände.

Die Anwohner der Nordseeküste sind auf vierbeinige Gäste bestens vorbereitet: Viele Fahrradvermietungen verleihen Hundeanhänger, so dass Dein wuscheliger Begleiter sich zwischendurch im Schatten ausruhen kann, wenn Du die vielen zauberhaften Fahrradrouten entlang der Nordsee erkundest. Natürlich gibt es an vielen Orten bei Bedarf Tierärzte und sogar Hundeschulen. Und wenn Du doch mal ohne Hund ein Museum oder eine Galerie besuchen möchtest, dann erkundige Dich bei der Touristeninformation nach professionellen Hundesittern, die Deinen Liebling für ein paar Stunden betreuen.

Viele Hunde, die nicht das salzige Meerwasser kennen, trinken es, vertragen es aber nicht. Entgegen unserer Annahme wissen sie nicht immer, dass es nicht gut für sie ist. Salzwasser trinken sollte unterbunden werden.

Yvonne Neuschulz von Rock a Dog Hamburg
Urlaub mit Hund an der Nordsee in Dänemark

Wie auch an der Ostsee gehören Hunde an der Nordsee an fast allen Stränden in Dänemark dazu. Wenn Du aufmerksam auf die Beschilderung achtest, bist Du während Deines Dänemarkurlaubs an der Nordsee mit Vierbeiner auf der sicheren Seite. In der Sommersaison besteht an der Nordseeküste Leinenpflicht. Im Winter kann Dein Liebling unter Aufsicht fröhlich herumwetzen.

Neben einsamen Strandabschnitten gibt es an Dänemarks Nordsee natürlich auch trubelige Freizeitangebote: Ob es Dich nun in den Zoo, einen Freizeitpark oder zu anderen Open-Air-Attraktionen zieht, Hunde sind beinahe überall gern gesehene Gäste. Viele dänische Veranstalter denken an das Wohl der Hunde: Im Legoland gibt es beispielsweise Wassernäpfe und kostenlose Kotbeutel.

Ob Winter, Sommer, Frühling oder Herbst: Die Nordseeküste ist immer einen Urlaub wert: Sportmöglichkeiten an und auf dem Wasser, ausgedehnte Wattwanderungen und wunderschöne Traumstrände zur Erholung. Die Nordsee hat perfekte Winde fürs Drachensteigenlassen mit der ganzen Familie, märchenhaft anmutende Leuchttürme, beeindruckende Wanderdünen und mit dem UNESCO-Weltnaturerbe eines der artenreichsten Naturschutzgebiete des Nordens. Wer einmal dort war, den zieht es immer wieder ans Meer!

Mit dem Vierbeiner in den Urlaub
Urlaub mit Hund an der Nordsee: Auch für Deinen Hund ist der Stranduraub wie ein Jungbrunnen.
Vorteile der Nordsee
  • Gezeiten: Zwei Mal am Tag sind die Sandstrände viel breiter und bieten eine riesige Spielfläche.
  • Wellen: Hunde und Kinder lieben es, durch die Gischt zu springen und zu spielen.
  • Wind: Die salzige Luft ist für viele Nordseefans ein Allheilmittel – mindestens für die Seele.
  • Wattenmeer: Das UNESCO-Weltnaturerbe wartet auf große und kleine Entdecker.
Vorteile der Ostsee
  • Keine Gezeiten: Für garantierten Badespaß musst Du nicht erst auf den Gezeitenkalender schauen.
  • Salzgehalt: Das Wasser der Ostsee ist weniger salzig und brennt daher nicht so in den Augen.
  • Sonnenschein: Das Wetter ist beständiger und milder und sorgt für rekordverdächtig viele Sonnenstunden.

Genügend Pausen einplanen zum Lösen-lassen und Spazieren gehen. Der Hund darf nur gesichert im Auto transportiert werden. (Bsp.: Transportbox, angeschnallt am Geschirr, etc.) Man sollte genug Wasser zum Trinken zur Verfügung stellen. Direkte Sonneneinstrahlung im Auto vermeiden.

Simone Lietz-Fisch von der Caneo Hundeschule
Mit Auto und Hund nach Dänemark
Ab in den Nordsee-Urlaub mit Hund: Wer so hingebungsvoll die Koffer bewacht, hat ein Leckerli verdient.

Wenn Sie Ihre Reise mit Hund antreten, denken Sie bitte daran, ausreichend Wasser und entsprechend auch einen Napf mitzunehmen. Sein Lieblingsspielzeug oder ein Kauknochen zur Beschäftigung gehören genauso selbstverständlich in das hundliche Reisegepäck wie sein persönliches Kissen oder seine Decke.

Susanne Gülzow von der Hundeschule Gülzow

Im Urlaub mit Hund am Meer pure Freiheit erleben

Für den Urlaub mit Hund ist das Meer ein ideales Reiseziel. Dort erwarten Dich frische Seeluft, endlose Weiten und wunderschöne Sandstrände. Genau das Richtige auch für Deinen Vierbeiner: Ausgelassen herumtollen, nach Herzenslust mit den Pfoten im Sand wühlen oder fröhlich am Hundestrand in der flachen Brandung baden – wenn das nicht jedes Hundeherz erfreut! Insbesondere die ruhigeren Monate der Vor- und Nachsaison eignen sich für einen Urlaub mit Hund am Meer.

Mit Hund an Strand in Dänemark
Im Urlaub mit Hund am Meer pure Freiheit erleben: große Weite, Seeluft und Entspannung.

Du würdest mit Deinem Hund am liebsten alle sieben Weltmeere erkunden? Das ist verständlich! Wer träumt nicht von blauem Wasser und weißen Traumstränden? Von Kokosnusspalmen, einem kühlen Getränk in einer Beachbar und dem Gesang tropischer Vögel? Wenn Du mit Deinen Hunden unterwegs bist, dann erkundige Dich am besten vorher, ob Deine Lieblinge am Strand erwünscht sind oder ob es spezielle Hundestrände gibt. Am Atlantik und Mittelmeer gibt es beispielsweise länder- und kommunenbedingt diverse Gesetze, die teilweise auch jahreszeitenabhängig sind. Vielerorts in Spanien müssen Hunde im Sommer etwa angeleint sein. Mancherorts gilt in südlichen Ländern ein komplettes Hundeverbot, andernorts sind Vierbeiner das ganze Jahr über selbstverständlich mit von der Partie.

Auch außerhalb von Europa gilt es, die lokale Hundegesetzgebung zu beachten. Wenn es Dich in weite Ferne zieht, dann erkundige Dich bereits bei der Buchung Deiner Ferienunterkunft, welche Bestimmungen für Dein vierbeiniges Familienmitglied gelten und vor allem auch ob die Ferienwohnungen & Co. auch Deinen wuscheligen Begleiter aufnehmen.

Urlaub mit Hund im eingezäunten Ferienhaus

Der Ferienhausurlaub mit Hund eignet sich hervorragend für eine Auszeit nach dem individuellen Geschmack aller Reisenden: Kinder, Erwachsene und Vierbeiner. Auf den meist großzügigen Grundstücken – mit Garten und diversen Ausstattungen wie Gartenschaukeln und Grill, Sauna, Kamin oder Pool – hat jeder genug Freiraum, den Urlaub nach den eigenen Vorstellungen zu verbringen. Und das Beste: Dein vierbeiniges Familienmitglied ist nicht eingeschränkt wie einer Ferienwohnung oder in einem Hotel, sondern kann auf den meist eingezäunten Grundstücken unbeschwert herumtollen.

Auch hier kommt es darauf an, was im Urlaub ansteht. Bin ich lediglich zum Schlafen in der Ferienwohnung, brauche ich dort nicht viel und somit fallen die Ansprüche gering aus. Halte ich mich viel in der Wohnung auf brauche ich mehr „Komfort“. Für mich bedeutet Komfort in diesem Fall, ich nehme nur Häuser mit Garten. Ich will mit meinen Hunden nicht in einer Etagenwohnung wohnen. Das schnelle Rauslassen gestaltet sich dann immer etwas umständlich. Das ist aber vielleicht auch persönliche Präferenz.

Christopher Boysen vom MTU-Club

Ferienhäuser, in denen auch Hunde gern gesehene Gäste sind, gibt es zuhauf. Sowohl an der Nordsee als auch an der Ostsee. Vielerorts – so auch in Dänemark – zahlst Du für Deinen Vierbeiner zudem meist nicht mal drauf. Wichtig ist, dass Du bereits bei der Buchung anmerkst, dass Dein Hund mit zur Reisefamilie gehört, so dass es bei der Ankunft nicht zu Missverständnissen kommen kann.

Vorteile – Ferienhaus mit Hund
  • Günstiger als ein Hotel.
  • Mehr Bewegungsfreiraum für Deinen Hund als in anderen Ferienunterkünften.
  • Oftmals nahe von Gassi-Routen.
  • Große Auswahl bezüglich Lage und Ausstattung.
Nachteile – Ferienhaus mit Hund
  • Für Sauberkeit ist man (im Gegensatz zum Hotel) selber verantwortlich.
  • Ferienhäuser inmitten von Großstädten sind selten.
  • Buchung für nur eine Nacht ist selten möglich.

Urlaub mit Hund im Hotel – reine Erholung

Dich zieht es nicht auf einen Campingplatz oder in ein Ferienhaus? Du willst Dich rundum verwöhnen lassen, aber als Hundeurlauber auf gar keinen Fall auf Deinen treuen Freund verzichten? Lust auf einen Urlaub mit Hund im Hotel? Falls Du einen Städtetrip planst, ist es eine gute Möglichkeit, das Kulturprogramm und die Reise mit Hunden zu vereinbaren.

Viele Hundehotels geben Dir bei Deiner Ankunft neben Informationen zum Wellness- und Kulturangebot auch Tipps bezüglich der nächsten Hundewiese, zu Hundesittern oder dem nächsten Tierarzt. Du kannst Dich also rundum versorgt und gut aufgehoben fühlen.

Im Hundehotel ist mit einem Aufpreis für Deinen vierbeinigen Begleiter zu rechnen. Wie hoch dieser ausfällt, erfragst Du am besten direkt beim Empfang. Melde Deinen Hund auf jeden Fall gleich mit an, damit es bei der Ankunft im Hotel keine Verwirrung gibt. Diverse Hotels haben auch Vorgaben zu der Lautstärke, in der sich Dein Vierbeiner auf dem Zimmer bemerkbar machen darf – auch oder insbesondere dann, wenn Du Dir im Wellness- und Saunabereich des Hotels eine Massage gönnst.

Vorteile – Hotel mit Hund
  • Rundumkomfort.
  • Auch für eine Nacht buchbar.
  • Tw. Hundesitter gegen Aufpreis.
Nachteile – Hotel mit Hund
  • Relativ teuer.
  • Wenig Auswahl.
  • Wenig Bewegungsfreiraum für Hunde.

Urlaub mit Hund in Dänemark – willkommen im familien- und tierfreundlichen Königreich

Eins ist auf jeden Fall klar: Dänemark ist sehr familien- und hundefreundlich. Daher ist es ganz egal, ob Du Deinen Urlaub mit Kind und Kegel, einem oder mehreren Hunden planst – es erwarten Dich auf jeden Fall ausreichend Platz, gemütliche Unterkünfte und vielfältige Freizeitangebote. Das Land heißt Vierbeiner herzlich willkommen und hat zahlreiche Möglichkeiten gefunden, es den Tieren und ihren Besitzern so schön wie nur möglich zu machen.

Mit Hund am dänischen Strand – leinenfreie Monate

In der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März dürfen sich Hunde ohne Leine die Weite der Strände zu Nutze machen und mal richtig was für ihre Ausdauer tun. Ob lange Spaziergänge oder Spiele im Sand – unbeschwerter Spaß ohne Leinenpflicht im Urlaub mit Hund an der Nordsee ist garantiert. Begeisterte Urlauber berichten von schönen Urlaubstagen am Henne Strand, Hvidbjerg Strand sowie im Fjand und Thorsminde. Ausnahmen sind lediglich Strände in Stadtnähe und ausgewiesene Naturschutzgebiete. Also Leinen los! Und ab ans Meer.

Hundewälder in Dänemark

Sogenannte Hundewälder finden sich überall entlang der Küste und im Binnenland. Hier können Vierbeiner das ganze Jahr über ohne Leinenzwang schöne Stunden verbringen. Alle Wälder verfügen über schöne Wege, Sitzgelegenheiten, abwechslungsreiche und wunderschöne Natur und teilweise sogar Toilettenhäuser.

Auch auf den dänischen Inseln wird an die Vierbeiner gedacht. Oft gibt es dort gleich mehrere Hundewälder, in denen Du und Dein wuscheliger Begleiter auf Gleichgesinnte treffen. Auf Falster zum Beispiel: Hannenov Hundeskov ist ganze 4,5 Hektar groß und komplett umzäunt. Bangsebro Skov umfasst eine Fläche von zwölf Hektar und bietet sogar Bademöglichkeiten für die Hunde. In dem ein Hektar großen Bøtø Hundeskov befindet sich eine Agility-Strecke mit sechs Geräten, an denen sich Dein Hund wunderbar austoben und die Geschicklichkeit seiner Pfoten trainieren kann.

Nur in den nicht umzäunten Wäldern, in Naturschutzgebieten und an einigen wenigen Strandabschnitten besteht eine generelle Leinenpflicht, manchmal sogar ein absolutes Hundeverbot.

Freizeitangebote für Dich und Deinen Hund

In allen Urlaubsgegenden gibt es viele Freizeitangebote, die Du auch mit Hund erleben kannst: Unternimm zum Beispiel einen Spaziergang oder eine Fahrradtour in den Corselitze-Wäldern und besuche Dänemarks größte Eiche! Sie misst im Durchmesser ganze drei Meter und ist geschätzte 100 Tonnen schwer. Für eine Zeitreise empfiehlt sich das Middelaldercentret in Nyköbing Falster. Auch dort dürfen Hunde ihre Frauchen und Herrchen angeleint begleiten und eine Stadt des 15. Jahrhunderts erkunden. Eine Familienkarte kostet nur 400 dänische Kronen.

Zieht es Dich und Deine Begleiter in einen der vielen Freizeitparks oder zu einem Festival? Hunde sind meist gern gesehene Gäste. Lediglich drei Dinge solltest Du Dir merken:

  • Es besteht Leinenpflicht.
  • Hinterlassenschaften gehören aufgesammelt.
  • Der Zutritt zu Restaurants und Fahrgeschäften ist den Hunden verwehrt.
Dich zieht es ins Museum? Es gibt Hundesitter und Hundepensionen.

Wenn Du während Deines Urlaubs mit Hund etwas Kultur erleben willst, sei es in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, in Aarhus, der europäischen Kulturhauptstadt 2017, oder in einer anderen Stadt, dann gibt es Hundepensionen und hundefreundliche Privatleute, die die Beaufsichtigung Deines Lieblings für ein paar Stunden oder Tage übernehmen. So hast Du die Möglichkeit, in Ruhe ein Museum zu besuchen oder in einem Restaurant zu speisen, in dem Hunde verboten sind.

Dein Hund kann zwischenzeitlich in der Hundepension andere Vierbeiner kennenlernen, den Garten erkunden oder sich einfach mit Streicheleinheiten der hundefreundlichen Hundepensionbesitzer verwöhnen lassen. Trotzdem wird er oder sie begeistert sein, Dich bei der Abholung aus der Hundepension wiederzusehen.

Anreise – mit dem Hund nach Dänemark

Von Puttgarden und Rostock aus lässt sich Dein Urlaubsort in Dänemark hundefreundlich per Fähre einfach erreichen. Hunde sind auf den Fähren gern gesehene Gäste, allerdings müssen sie angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Es ist erlaubt, die Hunde während der Überfahrt im Auto zu lassen. Entscheide Dich am besten vor Fahrtantritt, ob Du Deinen Hund mit an Deck nehmen möchtest. Die Hunde während der Fahrt auf dem Autodeck zu besuchen, ist nämlich leider nicht möglich. Bleibt der Hund im Wagen, kannst Du in Ruhe eines der Restaurants an Bord besuchen, denn dies können Hundehalter nur ohne ihre vierbeinigen Freunde tun.

An das Wohl der Tiere wird von den hundefreundlichen Dänen auch an Bord gedacht: Wassernäpfe für durstige Vierbeiner sind in der Regel vorhanden. Durch die häufigen Überfahrten bilden sich übrigens in der Regel nicht allzu lange Schlangen am Hafen. Auf dänischen Fähren fahren Hunde übrigens kostenlos mit, nur in öffentlichen Verkehrsmitteln muss für große Hunde womöglich ein Kinderfahrschein gelöst werden.

Mit dem Flugzeug erreichst Du Dänemark natürlich auch. Große Hunde reisen in einer Gepäckbox im Frachtraum mit, kleinere Hunde dürfen Dich zu Deinem Sitzplatz begleiten. Jedoch sind bei einer Flugreise die Stressbelastung für den Hund und gegebenenfalls die zugelassenen Maße der Transportboxen zu beachten. Am besten informierst Du Dich im Falle einer Flugreise direkt bei der Fluggesellschaft über die Transportbedingungen.

Hast Du an einen Anhänger am Halsband mit Deinen Kontaktdaten gedacht? Na, dann steht einem wunderbaren Urlaub mit Hund ja nichts mehr im Weg. Gute Reise!