Innerhalb Europas zählt Dänemark zu den beliebtesten Reisezielen für Surfer und Segler. An den Küsten weht immer eine steife Brise – und Küsten hat Dänemark wahrlich viele im Angebot. Der ständige Wind kommt den Surfern entgegen, denn für sie bietet sich zu jeder Jahreszeit die Gelegenheit, mit dem Surfbrett über die Wellen zu gleiten. Hinzu gesellen sich abwechselnde Strömungen, die dafür sorgen, dass keinem Wellenreiter jemals langweilig wird. Konstant starker Wind aus wechselnder Richtung macht den Surfurlaub von morgens bis abends zu einem Erfolg. Außerdem gibt es überall Surf-Reviere, in denen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene voll auf ihre Kosten kommen. Von den wilden Wellen der Nordsee profitieren vor allem die Surf-Könner. Dafür liefern die seichten Gewässer der Ostsee ideale Grundvoraussetzungen für den Einstieg in die Sportart. Surfboards und Ausrüstung gibt es an den bekanntesten Surfspots zum Ausleihen.

Ferienhaus am Strand – der perfekte Surfurlaub

Für den idealen Surfurlaub in Dänemark eignen sich die Ferienhäuser in unmittelbarer Nähe zum Strand natürlich besonders gut: Du kannst sofort auf gute Wetterlagen reagieren, egal ob morgens gleich nach dem Aufstehen oder abends kurz vor Sonnenuntergang. Stell einfach Dein Surfboard im Garten ab und schnapp es Dir, sobald die Windbedingungen gut sind. Umständliches Verstauen und Transportieren der Surfausrüstung zum nächsten Strand entfallen, denn vom Ferienhaus zum Strand sind es meist nur wenige Meter.

Zwischen Mai und Oktober ist die schönste Zeit für den Surfurlaub, das Wasser hat dann eine angenehme Temperatur. Für Abgehärtete mit Neoprenanzug bietet sich jedoch auch jenseits der Hochsaison ein Urlaub im Ferienhaus an. Im dänischen Surfparadies Nummer 1 in Klitmøller herrscht immer reges Treiben, die Nordsee ist zu jeder Jahreszeit ein Anziehungsmagnet für Wellenreiter. Im Sommer nutzen Urlauber gerne die gemäßigte Wasserlage der Ostsee rund um Fünens Insellandschaft und deren Nachbarinseln Lolland und Falster.

Die Nordsee – Surfen für Könner

Ein besonders beliebtes Surfer-Ziel ist die Nordseeküste, denn dort weht im Schnitt immer ein Wind von 9 m/s, hohe Wellen inklusive. Totale Windstille herrscht so gut wie nie. Irgendwo entlang der Küste findet sich immer ein Spot mit den perfekten Windbedingungen. Nicht nur im Sommer zieht es Surfbegeisterte dorthin, auch in den kühlen Monaten ist die Küste gefragt. Die Nordseewellen sind dann besonders unberechenbar und fordern ihre Bezwinger heraus.

Populär unter Surfurlaubern ist die Region um Limfjord und Thy im Nordwesten Dänemarks, die allgemein als Cold Hawaii bekannt ist. Klitmøller in der Nähe von Thisted ist ein wahrer Traum für Könner, ebenfalls beliebt bei geübten Wellenreitern ist Vorupør. Entlang der Küste zwischen den beiden Orten befinden sich zahlreiche Surfspots mit je unterschiedlichen Grundvoraussetzungen. Es gibt dort ausreichend Möglichkeiten, in den wilden Fluten der rauen Nordsee das eigene Können unter Beweis zu stellen.

In den Ortschaften und an Stränden haben sich seit den 1990er Jahren viele Surfschulen und Fachgeschäfte niedergelassen. In den Beach-Bars trifft sich die Surf-Community zum regen Austausch über die Wellenerlebnisse. Agger Tange und Hanstholm erleben mit bis zu drei Meter hohem Wellengang ebenfalls einen Boom als Surf-Eldorado.

In Klitmøller finden jährlich verschiedene Wettbewerbe im Surfen statt, dazu gehört der Cold Hawaii PWA World Cup, bei dem die besten Surfer der Welt um den Titel kämpfen. Sogar das dänische Königshaus wurde vom Surffieber gepackt, als Kronprinz Frederik 2013 die Schirmherrschaft übernahm.

Weiter südlich erfreut sich auch Hvide Sande großer Beliebtheit als Surfgebiet. Die dortige Besonderheit liegt in der Wahlmöglichkeit zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord. Auf beiden Seiten des schmalen Landstücks kannst Du herrlich übers Wasser gleiten. Der ruhige Fjord ist vor allem für die ersten Versuche mit dem Surfbrett, sowie für Speed-Surfer geeignet. Die Insel Rømø lockt in Lakolk mit anspruchsvollen Gewässern und einem eigenen Strandabschnitt nur für Windsurfer.

Die Ostsee – ideal für Surfanfänger

Wer das Surfbrett zum ersten Mal unter Kontrolle bringen möchte, ist mit Urlaubszielen an der friedlichen Ostsee gut beraten. Rund um die Inseln im Süden von Fünen sind die Wogen etwas sanfter, zahlreiche Surfschulen helfen Neulingen. Kegnaes ist wegen seiner traumhaften Brandung sehr beliebt. Für geübte Wellenreiter mag hier vielleicht die Herausforderung fehlen, doch für Kinder eignen sich die sanften Ostseewellen hervorragend zum Start in die Surfer-Karriere.

Die weiten, flachen Küstenabschnitte sind zudem wie geschaffen für Speed- und Kite-Surfer. Ein Highlight sind die sogenannten Südseeinseln von Fünen. Beste Surfbedingungen herrschen ebenfalls am Strand von Kerteminde. Als Herausforderung und Geheimtipp unter Surfkünstlern gilt die Küste rund um Gedser auf Falster bei Westwind. In Nysted und der Bucht von Langø auf Lolland hast Du ebenfalls optimale Voraussetzungen zum Kiten. Sehr beliebt ist außerdem die Bucht von Køge nahe der Hauptstadt Kopenhagen.

Surfkurse für Einsteiger und Könner

Der Urlaub an Dänemarks herrlichen Küsten ist ideal, um sich auf dem Surfbrett aufs Wasser zu wagen. Surfschulen bieten Einsteigerkurse an, die meist um die drei Stunden dauern und bei denen im seichten Gewässer der Umgang mit dem Board geübt wird. Doch auch Fortgeschrittene haben die Gelegenheit, ihre Künste zu verfeinern und sich mit anderen Profis auszutauschen.

In allen dänischen Surfhochburgen werden sämtliche Formen des Wassersports angeboten. Wie wäre es mit Kite-Surfen oder Stand-Up-Paddling? Neben Wellenreiten und Windsurfen erfreuen sich auch diese Sportarten zunehmend großer Beliebtheit. Beim Urlaub in Dänemark kannst Du nach Lust und Laune Schnupperkurse buchen und Deine Talente entdecken.

Surfen in Dänemark – was ist zu beachten?

An großen Stränden gilt allgemein: Rücksichtnahme auf andere Badegäste und Surfkollegen ist oberstes Gebot. Schließlich bieten die Küsten ausreichend Platz, um dem Sport mit genügend Abstand nachzugehen. Ebenfalls tabu ist die Nähe zu Fischerbooten. Meide außerdem die Fahrrinnen der Schifffahrt.

Wichtig zu wissen: Beim Surfen auf dem Meer besteht Schwimmwestenpflicht! Es ist außerdem ratsam, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen, denn wechselnde Winde und Strömungen sind manchmal unberechenbar und für Anfänger ungeeignet.