Währung in Dänemark: die Dänische Krone

Währung in Dänemark: die Dänische Krone

Bisher hat sich Dänemark nicht der Eurozone angeschlossen, deshalb wird hier weiterhin mit der Dänischen Krone (DKK) bezahlt. In einer Volksabstimmung im Jahr 2000 stimmte die Bevölkerung für das Beibehalten ihrer eigenen Währung und setzten damit ihren Willen durch. Immerhin gilt die Krone seit 1875 als offizielles Zahlungsmittel, an nationalen Traditionen halten die Dänen eben gerne fest. Das ging allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Wechselkurs eng an den Euro gebunden ist und eine Schwankungsbreite von 2,25 Prozent nicht übersteigen darf.

Ebenfalls als Zahlungsmittel akzeptiert wird die Färöische Krone, die denselben Wert wie die Dänische Krone besitzt, jedoch im Design davon abweicht. Auch wenn die Banknoten außerhalb der Färöer-Inseln nur selten im Umlauf sind, kann es doch einmal sein, dass Ihnen so ein Schein in die Finger kommt - wundern Sie sich also nicht. Genauso können Sie jedoch auch auf den färöischen Inseln und auf Grönland mit der Dänischen Krone zahlen. Da die Gebiete zum Königreich Dänemark gehören, gelten dort dieselben Währungen.

Dänische Geldscheine

Wer aus Deutschland nach Dänemark reist, muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Landeswährung hier nicht der Euro ist. Deshalb ist es ratsam, sich vorab mit den fremden Geldscheinen und Münzstücken bekannt zu machen. Sehen Sie sich die Zahlungsmittel genau an, dann haben Sie den Dreh mit dem Bezahlen schnell raus.

Die Dänische Nationalbank gibt Scheine im Wert von 50, 100, 200, 500 und 1000 Kronen (dänisch: Kroner) heraus. In den vergangenen Jahren wurden die Banknoten erneuert, deshalb kann es durchaus vorkommen, dass unterschiedliche Motive in Ihrem Geldbeutel landen. Die früheren Scheine behalten ihre Gültigkeit und sind weiterhin als offizielles Zahlungsmittel anerkannt.

Die neuen Banknoten zieren verschiedene dänische Brücken auf der Vorderseite, die unterschiedlichen Farben erleichtern dabei die Orientierung. Der 50-Kronen-Schein hat graue Akzente, der 100-Kronen-Schein gelbe, der 200er grüne, der 500er ist blau und der 1000-Kronen-Schein hat rote Elemente im Design.

Die alten Geldscheine, die seit dem Zweiten Weltkrieg im Umlauf sind, sind ebenfalls weiterhin gültig, wenngleich sie inzwischen größtenteils aus dem Verkehr gezogen und durch neue ersetzt wurden.

Dänische Münzen

Zusätzlich zu den Banknoten gibt es in der dänischen Währung Münzen zu 50 Öre (dänisch: Øre), 1, 2, 5, 10 und 20 Kronen. Dabei entsprechen 100 Öre einer Krone, die mit dkr oder kr abgekürzt wird. Die Münzen unterscheiden sich durch ihre Farbe und Größe. Seit 2008 gibt es nur noch eine einzige kupferfarbene Münze, nämlich das 50-Öre-Stück. Davor waren außerdem 25-Öre-Stücke im Umlauf.

Die silbernen Geldstücke sind bei Sammlern wegen ihres Lochs in der Münzmitte sehr beliebt. Im Jahre 1989 wurden erstmals Münzen mit dieser Besonderheit geprägt. Sie haben einen Wert von 1, 2 oder 5 Kronen. Die 10- und 20-Kronen-Münzen sind hingegen goldfarben und zeigen das Porträt des Staatsoberhauptes.

In früheren Jahren entsprach die Farbe der Münzen noch dem Metall, aus dem sie geprägt wurden. Inzwischen bestehen die Geldstücke aus kupferfarbener Bronze, einer silberfarbenen Kupfer-Nickel-Legierung und einer goldfarbenen Aluminium-Bronze. Lassen Sie sich von den Farben jedoch nicht verwirren: Wer den Euro gewöhnt ist, sieht in den silbernen Münzen gerne eine höhere Wertigkeit als in den goldenen. Doch nach wenigen Bezahlvorgängen haben Sie sich an das dänische System gewöhnt.

Umrechnen oder in Euro zahlen

Geld wechseln und die Preise umrechnen mag am Anfang umständlich erscheinen, fällt jedoch ganz leicht, sobald man sich beim Einkaufen näher damit befasst hat. Ein Euro entspricht etwa 7,46 Kronen, ein Währungsrechner erleichtert das Berechnen der Beträge. In vielen Läden und Restaurants, vor allem in Grenznähe zu Deutschland und in den Touristen-Hochburgen, können Sie ohnehin auch in Euro bezahlen.

Wem das Hantieren mit der fremden Währung zu kompliziert ist, der macht’s eben wie die Dänen und zahlt gleich alles mit der Karte. Läden, Tankstellen, Hotels und Restaurants haben bereits auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umgerüstet. Doch auch Tickets und Lebensmittel werden immer häufiger ebenfalls bargeldlos bezahlt.

Informieren Sie sich jedoch lieber vorher bei Ihrer Bank, ob beim Karte-Zahlen in Dänemark gesonderte Gebühren anfallen. Sonst kommt das böse Erwachen nach dem Urlaub mit dem Kontoauszug.

Hier können Sie Ihr Geld wechseln

Zu den regulären Öffnungszeiten können Sie Ihr Bargeld in den Banken tauschen. Zusätzlich stehen Wechselstuben zur Verfügung, die meist bis abends geöffnet sind, allerdings für ihre Dienste eine Gebühr berechnen. Der einfachste Weg ist das Abheben am Geldautomaten. Die Geräte sind meist rot und tragen die Aufschrift „Kontanten“ oder „Pengeautomat“. EC-Karten und Kreditkarten funktionieren fast überall, an manchen Automaten kann jedoch ein Höchstbetrag von 2000 bis 4000 Kronen festgelegt sein. In der Regel wird auch hier eine Transaktionsgebühr fällig, informieren Sie sich hierzu am besten direkt bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Kreditkarten werden in Dänemark weitestgehend akzeptiert und erleichtern das Bezahlen im Laden oder Restaurant. Bei ausländischen Karten kann jedoch – wie so oft – eine Gebühr anfallen. Tipp für die Anfahrt: Wenn Sie nach Dänemark reisen, schadet es nicht, einen gewissen Bargeldbetrag in Kronen bereits bei sich zu haben. Unterwegs brauchen Sie doch hin und wieder ein bisschen Kleingeld, sei es zum Bezahlen der Maut oder einfach nur zum Kauf eines kleinen Imbisses.

Beträge werden gerundet

Da seit 2008 die kleinste Münze das 50-Öre-Stück ist, kann heutzutage nur in 50-Öre-Schritten bezahlt werden. In Supermärkten und anderen Läden sind jedoch oft Preise von 1 bis 99 Öre ausgezeichnet. Hier sind viele Urlauber verwirrt, da sie nicht wissen, mit welchen Münzen sie die ausgewiesenen Summen bezahlen sollen. Noch seltsamer erscheint es, wenn der zu zahlende Endbetrag an der Kasse einfach angepasst wird. Denn bei Beträgen von 1 bis 24 Öre nach dem Komma wird der Geldbetrag abgerundet, von 25 bis 74 Öre auf 50 Öre hinter dem Komma gerundet, bei 75 bis 99 Öre dafür auf den höheren Kronenbetrag aufgerundet. Diese Rundungs-Regelung findet jedoch nur bei Barzahlung statt. Wenn Sie mit Karte zahlen, werden die Beträge exakt abgebucht.