FKK Urlaub in Dänemark

FKK Urlaub in Dänemark

Grundsätzlich ist es in Dänemark seit den 1970er Jahren erlaubt, sich ohne Bekleidung am Strand aufzuhalten: Vielerorts wird das Nacktbaden akzeptiert und toleriert. Nicht an allen ist FKK jedoch ausdrücklich vorgesehen. Um unbeschwert der Freikörperkultur zu frönen, besuchst Du am besten einen FKK-Strand. Hier triffst Du auf Gleichgesinnte und kannst sich völlig frei und entspannt bewegen.

FKK-Urlaub im Ferienhaus

Für Naturisten ist Dänemark ein wahres Paradies. Es gibt zahlreiche Ferienhäuser, die direkt am Meer liegen. Sogar an den FKK-Stränden kannst Du eine Unterkunft buchen. Mit direktem Zugang vom Haus zum Wasser brauchst Du Dir um Bekleidung keine Gedanken zu machen. Jedes Jahr sind Ferienhäuser in Strandnähe unter FKK-Freunden sehr begehrt, nirgends sonst lässt sich der Urlaub so sorgenfrei genießen.

Viele Häuser sind sogar mit einer eigenen Sauna ausgestattet, einem weiteren Highlight für die perfekten Ferien. Obwohl die Dänen ein recht freizügiges Volk sind, ist es bei ihnen üblich, bekleidet zu saunieren, meist sogar nach Geschlechtern getrennt. Nutze also die Gelegenheit und verbinde Freikörperkultur mit Wellness – und alles sogar mit Meerblick.

Zu den beliebtesten Zielen gehört Jütland, es liegt nahe Deutschland und hat ein breit gefächertes FKK-Angebot. An der Westküste finden sich wunderschöne Strandabschnitte. An der Jammerbucht im Norden gibt es ein großes Angebot an Ferienhäusern direkt am Strand.

Nacktbaden unter Gleichgesinnten

Da das Nacktbaden in Dänemark prinzipiell an jedem Strand erlaubt ist, sind extra für FKK ausgewiesene Nacktbadestrände oder Naturistenbadestrände eher Bereiche, in denen traditionell überwiegend textilfrei gebadet wird. Hier dürfen sich auch Badegäste mit Kleidung aufhalten, denn die dänischen Strände sind für alle da.

Nicht alle Strände sind unbedingt für FKK-Liebhaber geeignet. Wenn Du Dich von der Sonne streifenfrei bräunen lassen möchtest, genieße Deine Freiheit lieber an den beliebten FKK-Stränden. Eine genaue Auflistung aller FKK-Gebiete in Dänemark bieten Strand-Seiten im Internet. Dort findest Du passende Orte in Deiner Nähe und kannst Dich vorab über die lokale Regelungen informieren. Jede Region hat entlang der Küste ein breites Angebot, Du brauchst meist gar nicht weit zu fahren.

Besonders reizvoll ist beispielsweise der Sonderstrand auf der Nordsee-Insel Rømø. Gut geeignet ist auch der Søren Jessens Sand auf Fanø. In der Nähe von Skovmose auf Alsen urlauben deutsche Besucher besonders gern. In Westjütland ist am Borsmose Strand ist es absolut möglich, dass alle gemeinsam baden – mit oder ohne Bekleidung. Der Houstrup Strand bei Blaabjerg hingegen ist ein reiner Naturistenstrand. Er liegt idyllisch hinter Dünen und ist durch seine Abgeschiedenheit bei FKK-Fans sehr beliebt. Wundere Dich nicht: Hier legen sich meist Familien, Paare und Singles auf ihre jeweils eigenen Strandabschnitte.

Für Familien eignen sich die Strände an der Ostsee besonders gut. Das Meer ist dort schön flach und ruhig und ideal für kleine Kinder. Im Südwesten von Seeland wird der Egerup Strand unter FKKlern oft weiterempfohlen, genauso wie der Skelby Strand auf der Insel Falster. Stængehus Strand wird insbesondere von geselligen Badegästen besucht: Die bunte Gesellschaft besteht dort aus Jung und Alt.

Verhaltensregeln für den FKK-Strand

Die skandinavische Freizügigkeit gilt auch in Dänemark: Hier denkt man weniger prüde und ist mit den Gegebenheiten der Natur im Reinen. Nackte Menschen sind deshalb kein Ärgernis, sondern werden akzeptiert, sofern sie niemandem unangenehm zu nahe treten. Allerorts gelten deshalb Verhaltensregeln, an die sich jeder Naturist halten sollte. Selbst wenn am FKK-Strand alle die Hüllen fallen lassen, sollte man die Privatsphäre andere achten.

Halte deshalb ausreichend Abstand zu anderen Menschen. Niemand mag es gerne, wenn fremde Personen einem ungefragt zu nahe kommen. Das Anstarren der anderen Badegäste ist ebenfalls fehl am Platz, denn jeder sollte sich am Strand ungestört fühlen können.

Sexuelle Handlungen oder Übergriffe sind an allen Badestränden streng untersagt, egal ob textilfrei oder nicht. Ein Zuwiderhandeln wird polizeilich verfolgt und zieht eine Strafe mit sich. Es versteht sich von selbst, dass man sich daran hält und nicht davor zurückscheut, Hilfe zu rufen, falls einem jemand unerwünscht zu nahe kommt.

Nacktbaden an normalen Stränden?

In Dänemark gibt es kein Verbot, das es Strandbesuchern untersagt, sich im Adamskostüm zu sonnen. Generell wird zumindest das Tragen einer Bade- oder Bikinihose gewünscht; Frauen können sich ungeniert oben ohne am Strand aufhalten. Wer lieber komplett auf Textilien verzichtet, sollte sich an den größeren Badestränden, die nicht extra als FKK-Zone ausgewiesen sind, ein abgeschiedenes Plätzchen suchen oder zumindest auf Diskretion achten, wenn Familien mit Kindern in der Nähe sind. Auch ein Mindestabstand von 50 Metern zu privaten Grundstücken ist wichtig, da sich Eigentümer eventuell belästigt fühlen könnten.

Von Seiten der Gesetzgebung spricht an sich nichts dagegen, dass Du an einem heißen Sommertag ganz spontan ohne Badezeug in die kühlenden Fluten des Meeres hüpfst. Allerdings gibt es ein paar wenige Strandabschnitte, an denen per Verordnung der örtlichen Behörden Kleidungspflicht herrscht. Entsprechende Regelungen findest Du auf Hinweistafeln an den betreffenden Badestränden. In der Regel befinden sich jedoch ganz in der Nähe solcher Abschnitte auch Badebereiche, die ausschließlich für Naturisten gedacht sind.

Nacktwandern auf Anholt

Sich jeden Tag am Strand zu sonnen, mag vielen Urlaubern auf Dauer zu langweilig erscheinen. Eine schöne Alternative bietet die Insel Anholt im Kattegat. Hier führt ein Nacktwanderweg am Strand einmal um die gesamte Insel herum. Die Strecke ist etwa 25 Kilometer lang, kann jedoch auch etappenweise bewandert werden.